Am 7. Juli reiste eine 11-köpfige Abordnung unserer Wehr  vor die Tore Münchens zu unserer bayrischen Partnerfeuerwehr FF Graßlfing im Landkreis Fürstenfeldbruck. Am folgenden Tag stand die Fahrzeugweihe ihres neuen Löschfahrzeuges an, zu der wir geladen waren.

Nach über vierstündiger Fahrt erreichten wir gegen 21:30 Uhr unser Ziel und wurden mit einer deftigen Brotzeit herzlich Willkommen geheißen. Trotz vorgerückter Stunde konnten wir nach der Stärkung noch das neue Fahrzeug umfangreich in Augenschein nehmen - ein geländefähiges LF 20 auf Mercedes-Benz Atego Fahrgestell mit einem Aufbau der österreichischen Firma Rosenbauer. Die Bezeichnung LF 20 steht für ein Löschfahrzeug welches Mannschaft und Gerätschaften für die Brandbekämpfung sowie einen mindestens 2.000 Liter fassenden Wassertank mit sich führt. Erst nach Mitternacht meldeten wir uns ins Hotel ab.

Den Samstagvormittag hatten wir zur freien Verfügung, sodass wir nach dem Frühstück ins benachbarte Dachau aufbrachen und die Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers besuchten. Obwohl jeder von uns bereits schon einmal eine KZ Gedenkstätte besichtigt hatte machten uns die Eindrücke betroffen, wühlten auf, ekelten an. Zurück bleibt der Wunsch, dass sich diese Ereignisse niemals wiederholen.

Der Nachmittag begann zunächst mit einem gemeinsamen Fototermin mit unserer Partnerwehr. Ab 15:00 Uhr trafen allmählich Abordnungen der benachbarten Feuerwehren, Heimat- und Schützenvereine sowie Vertreter des Landkreises und der Stadt Olching zur Fahrzeugweihe ein. Mit einem ökumenischen Gottesdienst wurde das neue Fahrzeug gesegnet und Fürbitten gesprochen. Es war eine sehr würdevolle Veranstaltung, das Fahrzeug war mit einer Blumengirlande geschmückt, eingerahmt von den Fahnenträgern der Feuerwehren, die Mitglieder der Vereine waren in landestypischen Trachten gekleidet. Im Anschluss wurden im Festzelt Reden gehalten und Glückwünsche übermittelt, neben dem symbolischen Fahrzeugschlüssel wurden auch kleine Erinnerungsgeschenke überreicht. Bis weit nach Mitternacht wurde gefeiert und getanzt.

Am Sonntagvormittag drehten wir noch eine Runde mit dem neuen Fahrzeug, ein zünftiges Weißwurstfrühstück rundete unseren Besuch ab. Kurz nach zwölf Uhr traten wir die Rückreise an. Und kaum in Wiederitzsch angekommen rückten wir zum Wohnungsbrand in die Max-Liebermann-Straße aus… Alles in allem ein ereignis- und erlebnisreiches Wochenende! Wir freuen uns nun auf das Herbstfest im September, zu dem wir eine Delegation unserer bayrischen  Freunde begrüßen werden.

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